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+ + + Teilnahme am International Symposium "Biodiversity Research in Mongolia" Halle/Saale, 25. - 29. März 2012 (Programm siehe Downloads) + + + 6. Deutsch - Mongolische Expedition vom 29.06. bis 01.08.2010 erfolgreich beendet + + + Weitere Informationen unter Expeditionen + + +

Verein

Der „Verbund für interdisziplinäre biologische Forschung, Exploration und Beratung (IDBIO) e. V.“ ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Wissenschaften. Er ist personell und organisatorisch eng mit der Georg-August-Universität zu Göttingen verbunden und kooperiert mit einer Vielzahl von Forschungseinrichtungen im In- und Ausland.

IDBIO e. V. finanziert sich über Beiträge, Spenden und Drittmittel und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Ziele. Die Vereinsorganisation wird bewusst rudimentär gehalten, damit die finanziellen Mittel beinahe vollständig der wissenschaftlichen Forschung dienen können.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Erforschung der Ökosysteme in der Mongolei. Mitglieder von IDBIO sind seit vielen Jahren dort wissenschaftlich tätig und haben enge Kooperationen in Forschung und Lehre mit Einrichtungen vor Ort. Seit 1995 werden Expeditionen zur Erforschung biologischer Ressourcen in die Steppen- und Wüstengebiete des Landes organisiert. In den Jahren 2005 und 2006 wurden "Summer - Schools" als gemeinsame Praktika deutscher und mongolischer Studierender durchgeführt. In regelmäßigen Abständen veranstaltet IDBIO Expertentreffen, die dem wissenschaftlichen Austausch und der Planung zukünftiger Projekte dienen.


Boreale Wälder im Khentij-Gebirge, Selenge Provinz,
A. Poloczek
Die Republik Mongolei liegt in Zentralasien zwischen der Volksrepublik China und der Russischen Föderation. Mit einer Fläche von über 1,5 Millionen Quadratkilometern ist das Land beinahe fünfmal größer als Deutschland. Allerdings ist die Bevölkerungsdichte enorm niedrig, die Mongolei ist der am dünnsten besiedelte souveräne Staat der Erde, nur auf Grönland und in der Antarktis leben noch weniger Menschen pro Fläche.

Dieser niedrige Bevölkerungsdruck führt zu einer Vielzahl an unfragmentierten Naturlandschaften, wie es sie in dieser Ausdehnung in Europa nicht mehr gibt. Insofern ist die Mongolei von unschätzbarem wissenschaftlichem Wert, nicht nur für die biologische Forschung sondern auch für Fragen des Naturschutzes und der nachhaltigen Landnutzung.


Steppengebiete südlich von Ulaanbaatar, Tov Provinz,
C. Tittmann
Auch die landschaftliche Zonierung des Landes ist in ihrer Klarheit einzigartig., In der Mongolei findet man eine horizontale Abfolge verschiedener Landschaftstypen, von borealen Nadelwäldern im Norden, über weite Steppengebiete bis hin zu Halbwüstenformationen und den staubigen Sand- und Schotterflächen der Wüste Gobi. Jeder dieser Landschaftstypen weist trotz des trockenen Klimas und der kontinentalen Temperaturextreme eine vielfältige und einzigartige Flora und Fauna auf. Hinzu kommt die jahrtausendealte Kultur der Nomaden, die in diesem überwältigend schönen Land leben und wirtschaften.


Halbwüstenformation am Nordost-Rand der Gobi, Dornogov Provinz, A. Poloczek
Deutschland und die Mongolei haben im 20. Jahrhundert enge politische und wirtschaftliche Beziehungen geknüpft. Auch die Zusammenarbeit im Bereich von Wissenschaft und Forschung blickt nunmehr auf eine fast 50jährige Tradition zurück. An diese Kooperationen möchte IDBIO anknüpfen. Wir möchten den wissenschaftlichen Austausch und den interkulturellen Dialog nutzen, um die biologischen Forschung in der Mongolei zu intensivieren und die Ergebnisse auch den Menschen vor Ort zugute kommen zu lassen.

Unser Forschungsinteresse gilt nicht nur den zoologischen, botanischen und medizinischen Phänomenen in den Naturgebieten Zentralasiens, sondern auch und gerade ihrer praktischen Anwendung hinsichtlich Ressourcenmanagement und der nachhaltigen Bewirtschaftung von Ökosystemen.


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